Lange Zeit gab es große Bedenken, ob die acht Stadien für die Fußball-Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine rechtzeitig zum Anstoß am 8. Juni 2012 fertiggestellt werden können. Nach einer langen Serie von Pannen und Verzögerungen, steht jedoch nun nicht nur dem Eröffnungsspiel in Warschau nichts mehr im Wege. Alle acht Fußball Arenen werden nach Angabe des Organisationskomitees bis zur EM bespiel bar sein. Ein Großteil der Stadien ist dabei schon fertiggestellt und bereits durch die UEFA abgenommen.
Polen ist bereit
Sechs der acht EM Stadien befinden sich in Polen, wobei auch die beiden Ersatzspielorte sich dort befinden. Das Eröffnungspiel sowie vier weitere Partien finden im speziell für die EM erbauten Nationalstadion in Warschau statt. Mit 58.145 Plätzen stellt es auch das größte Stadion in Polen dar und wird Austragungsort eines der Halbfinalspiele sein. Die drei weiteren Fussballtempel in Polen befinden sich Posen, Breslau und Danzig, in welchem Europa- und Weltmeister Spanien alle seine Gruppenspiele austragen wird.
Kiew, Donezk und Co.
Im zweiten Austragungsland der EM hatten die Organisatoren ebenso große Probleme beim Bau der Stadien. Vor allem in Kiew, dem Austragungsort des Finales und dem mit 70.050 Sitzplätzen größten Stadions der EM, kam es zu erheblich Verzögerungen. Obwohl die Renovierungsarbeiten bereits 2010 abschlossen sein sollten, kam es zur Neueröffnung erst über ein Jahr später Mitte 2011. Ebensfalls mit Verzug fertiggestellt wurden die Arenen in Lemberg, Charkiw und Donezk, welches Schauplatz des zweiten Halbfinales sein wird.
Weite Wege für die Nationalmannschaft
Die deutsche Nationalmannschaft wird ihre Gruppenspiele allesamt in der Ukraine austragen. Dabei wird die Löw Elf zwischen Lemberg und Charkiw pendeln, zum Unmut vieler deutscher Fans. Beide Stadien stellen mit einer Kapazität von ca. 35.000 Plätzen die kleinsten Arenen dar. Doch auch für die Nationalelf stellt die Zulosung der Stadien eine Herausforderung dar. Beide Spielorte liegen sehr weit vom deutschen EM-Quartier im polnischen Danzig entfernt. Bei einem Gruppensieg der Deutschen würde sie jedoch das erste Spiel der KO-Runde in Danzig austragen.

